Lieblingsorte

Schöneberg hat viele großartige Orte zu bieten.

Hier stelle ich meine Lieblingsorte in Schöneberg vor. Immer mit ein paar Hintergrundinformationen, was den Ort so besonders macht.

Nollendorfplatz

Der Nollendorfplatz ist einer meiner Lieblingsorte. Hier bin ich Zuhause und hier spiegelt sich der Kiez in all seiner Vielfältigkeit. Immer, wenn ich den U-Bahnhof in Regenbogenfarben leuchten sehe, freue ich mich, hier Politik machen zu dürfen.

Der Regenbogenkiez ist seit über 100 Jahren das Herz der queeren Community, prägt die Gegend und macht sie lebendig und vielfältig. Es gibt Traditionslokale und –läden genauso wie Beratungsstellen, die den Regenbogenkiez einmalig machen. Die Regenbogenstele am Beginn der Motzstraße ist ein Symbol dafür.

Auch das Gedenken spielt am Nollendorfplatz eine Rolle: Die Gedenktafel „Totgeschlagen – totgeschwiegen“ an der U-Bahnstation Nollendorfplatz gedenkt der schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus. Es ist bewegend, wie oft dort frische Blumen stehen.

Winterfeldtplatz

Ein echtes Highlight im Schöneberger Kiez: Jeden Mittwoch und Samstag gibt auf dem Markt auf dem Winterfeldtplatz Leckereien, Blumen und viele schöne Sachen. Hier treffen sich Jung und Alt, Neu- und
Alt-Schöneberger*innen. Viele haben sicher auch ihren Lieblingsstand. Meiner ist Barbaras Küche mit dem leckersten Salaten, Quiches und Kuchen.

Die Maaßenstraße mit der Begegnungszone führt vom Nollendorfplatz zum Winterfeldtplatz. Dort gibt es viele Cafés und Restaurants und es ist immer was los. Auf dem Platz finden auch immer mal wieder Veranstaltungen statt. Sei es Kundgebungen zur Wahl oder die Mobilitätserprobung des Projektes Kiezerfahren im August 2020.

Viktoria-Luise-Platz

Der Viktoria-Luise-Platz ist ein echtes Schmuckstück im Kiez.
1900 eingeweiht, ist der Platz ein Gartendenkmal.

Er ist eines meines Lieblingsziele für kleine Spaziergänge mit besonderen Orten: Bei Foto Meyer konnte ich schon oft schöne Erinnerungsfotos abholen. Und beim Lette-Verein habe ich mich schon inspirieren lassen und weitergebildet.

Bayerischer Platz

Der Bayerische Platz ist der schöne Mittelpunkt im Bayerischen Viertel.Angelegt als Schmuckplatz vor über 100 Jahren, im Zweiten Weltkrieg größtenteils zerstört, 1958 mit vier Springbrunnen wieder als hergerichtet.

2007 haben sich engagierte Anwohner*innen und Gewerbetreibende zusammengeschlossen zur Initiative Quartier Bayerischer Platz. Ihr Ziel: den Platz und die Aufenthaltsqualität verbessern.

So wurde der U-Bahnhof dann in seiner heutigen Form gestaltet. Im Aufbau gibt es ein Lokal und eine Dauerausstellung zur Geschichte der Jüd*innen aus dem Bayerischen Viertel. Viele Jüd*innen lebten hier im Viertel und wurden während der Nationalsozialistischen Terrorherrschaft verfolgt und ermordet. Das Flächendenkmal Orte des Erinnerns gibt an 80 Schilder an Straßenlaternen anti-jüdische Verordnungen als Kopien wieder. In der Münchner Straße steht ein Erinnerungsmal an die zerstörte Synagoge.

Auch im U-Bahnhof gibt es viel zu entdecken. Eine schön gestaltete Foto-Ausstellung zeigt dort die Geschichte und Entwicklung des Bayerischen Platzes.

Die Anwohner*innen sind aktiv im Gespräch mit der Bezirkspolitik, denn es gibt noch einiges zu verbessern am Bayerischen Platz: der U-Bahnhof braucht endlich einen Aufzug und der Platz eine öffentliche Toilette. Die Grunewaldstraße quert den Platz und braucht einen ordentlichen Radweg. Besonders am Rand der Grünanlage braucht es mehr Pflege, um gegen Ratten vorzugehen.
Die Lebensmittelnahversorgung muss gesichert werden, nachdem ein kleiner Edeka dort weggegangen ist. Dazu habe ich im vergangenen Jahr Antrag in der BVV gestellt.

Rudolph-Wilde-Park

Der Park rund um das Rathaus Schöneberg ist wunderschön und historisch. Der goldene Hirsch als Wappentier von Schöneberg ist weithin sichtbar.

Die Carl-Zuckmayer-Brücke ist ein schöner Verbindungspunkt zur U-Bahn. Der besondere U-Bahnhof verleiht dem Teil des Parks einen Kurparkcharakter. Übrigens auch oft Filmkulisse. Und überall ist das Rathaus Schöneberg im Blick. Durch meine politische Arbeit als Bezirksverordnete bin ich oft hier und freue mich jedes Mal.

Barbarossaplatz

Der Barbarossaplatz wird manchmal etwas übersehen. Dabei ist er auch sehr besonders. Und er wird bald umgestaltet.

In der Mitte gibt es riesige Plantanen und den so genannten Kinderbrunnen. So genannt, weil Bronzefiguren von Kindern das achteckige Wasserbecken krönen. In einem imposanten Baudenkmal ist sie Volkshochschule und eine Grundschule untergebracht.

Mit dem Alice-Salomon-Park gibt es eine schöne Verbindung Richtung Grunewaldstraße.

Der Platz soll umgestaltet werden. Der Abschnitt vor der Volkshochschule soll für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Für Fußgänger*innen und Fahrräder bleibt der Durchgang weiter möglich. Außerdem ist ein Gehweg am Innenkreis und mehrere Gehwegvorstreckungen geplant. In der BVV wurde die Umgestaltung schon vor Jahren angekündigt und vorgestellt. Auch den Anwohnenden wurde ein zügiger Umbau zugesagt.

Auf meine mndl. Nachfrage in der BVV, wann das denn alles endlich mal soweit ist, hat die grüne Stadträtin gesagt, dass der Baubeginn noch nicht feststeht und die Anwohnenden “rechtzeitig” informiert werden. Ich bleibe dran, damit die Menschen endlich Planungssicherheit für “ihren” Platz erhalten.

Kleist-Park

Der Heinrich-von-Kleist-Park hat echte Highlights: Die Königskolonnaden sind von 1780 und wurden 1910 umgesetzt. Ein echtes Schmuckstück bis heute. Der Park wird rege von den Anwohnenden genutzt.

Das Gebäude im Park hat eine wechselvolle Geschichte: Vom Teil des Volksgerichtshofs mit furchtbaren Schauprozessen zur Zeit der Nationalsozialistischen Terrorherrschaft über den Sitz des Alliierten Kontrollrats bis zum Berliner Kammergericht heute. Von 1944 bis 1945 tagte im Kammergericht der Volksgerichtshof. Dort fanden Schauprozesse statt u.a. gegen die Beteiligten vom Attentat des 20. Juli 1944. Ab 1945 war das Haus Sitz des Alliierten Kontrollrates. Nach der Wiedervereinigung ging das Gebäude an die deutsche Verwaltung. Heute ist dort das Berliner Kammergericht.

Ecke Akazienstraße/Grunewaldstraße

Diesmal kein Platz, sondern eine Straßenecke. Hier gibt es ganz viel lebendiges Schöneberg. Hier an der Ecke gibt es auch einen kleinen Ökomarkt.

In der Akazienstraße gibt es viele liebenswerte kleine Geschäfte und Lokale. Sei es ein Kleid oder ein kreatives Geschenk, hier wird jede*r fündig. Damit das Bummeln noch schöner wird, fordert die SPD im Bezirk Tempo 30.

Die Grunewaldstraße ist ein Sorgenkind der Mobilität. Für Radfahrende schlecht ausgebaut und gefährlich. Da sie aber trotzdem eine Verkehrsader ist, muss hier dringend was passieren. Die SPD fordert eine ordentliche Radspur.

Rund um die Apostel-Paulus-Kirche treffen sich viele Menschen im Kiez.
In den letzten Jahren hat aber auch der Drogenkonsum rund um diese Ecke an der U7 zugenommen. Und damit teilweise auch Müll und Kriminalität. Vor allem viele Eltern haben sich an die Politik gewandt, da dort auch der Schulweg und ein Spielplatz betroffen waren. Der Bezirk hat reagiert. Ein Drogenmobil ist regelmäßig vor Ort, die Reinigung wurde verstärkt, Kontrollen ebenso. Mit einem Runden Tisch wurden weitere Maßnahmen angestoßen, die die Situation vor Ort verbessert haben.

Alle Bilder – soweit nicht anders benannt: Urheberin Wiebke Neumann